Hallo meine Lieben,

heute möchte ich über ein Thema sprechen, das bestimmt den ein oder anderen von euch interessiert. Es handelt sich um die Frage „Wieso lernt dein Pferd piaffieren, wenn du das nicht fürs Turnier etc. brauchst“ und „Wie hast du ihm das überhaupt beigebracht.“

„Das Geheimnis einer guten Piaffe und Passage liegt an der einfühlsamen, präzisen Hilfengebung des Reiters,und in der richtigen, vorbereitenden Gymnastizierung.Durch wohl durchdachte sich allmählich steigernde Übungen wird das Pferd befähigt, die Piaffe und Passage ruhig,gelassen, voller Energie und mit Freude auszuführen.Wird die Piaffe und Passage gelassen und mitgetragener Kadenz ausgeführt, dann ist sie eine Lektion,in der das Pferd seine Kraft, Energie und Beweglichkeit mit freudigem Selbstbewusstsein zum Ausdruck bringen kann.“ – www.klassischereitkunst.de

Nun mal etwas grundsätzliches, damit ihr meinen Gedankengang besser verstehen könnt: Catino ist unter anderem durch sein Blut (Papa Contender) ziemlich impulsiv und auch manchmal sehr „drauf“. Das heißt nicht, dass er bösartig oder unkontrolliert ist, sondern, dass er sich sein Leben manchmal schwerer macht, als es ist. Er wird schnell durch Situationen wie Fremdreiter oder ähnliches gestresst und weiß nicht wohin mit seiner Kraft, deshalb fängt er schnell an unsicher zu werden und zu rennen. Das macht er aber auch manchmal unter mir. Und um dies besser unter Kontrolle zu bekommen, wird die Piaffe bei ihm eingesetzt. Er kann somit, seine ganze Kraft in die Piaffe stecken und sich so auch etwas besser beruhigen. So ist MEIN Gedankengang – nicht jeder muss diese Meinung unterstützen.

Und hier habt ihr auch schon meine Antwort auf die Frage: Wieso? Einfach um seine Kraft anders einzusetzen und ihn somit einfach etwas „rittiger“ und durchlässiger zu machen – klingt für den ein oder anderen jetzt seltsam, aber es bringt einfach enorm für ihn. Natürlich ist es für jeden Reiter schön anzusehen und auch wirklich eine Lektion der hohen Schule, jedoch hat sie auch eine gymnastikzierenden Effekt und ist deshalb auch eine tolle Ergänzung für das alltägliche Reiten. „Eine gut ausgeführte, korrekte Piaffe und Passage ist nicht nur ein wundervoller Anblick, sondern auch eine hervorragende Gymnastik für das Pferd.“ – www.klassischereitkunst.de

Wie habe ich ihm das nun beigebracht? Diese Frage wurde mir ebenfalls unter meinem einen Facebook Video beigebracht. Und ehrlich gesagt, kann ich sie nicht wirklich beantworten. Am Anfang habe ich immer rechts und links die Hinterbeine touchiert und dabei im Takt geschnalzt, so dass  er auf das schnalzen immer abwechselnd die Beine gehoben hat. Und das immer wieder geübt irgendwann kam bisschen vorwärts dazu. Mehr fällt mir dazu aber auch nicht ein. Er hat sie mir relativ schnell Angeboten, da er immer noch sehr großes Respekt vor Peitschen und Gerten hat. Ich weiß, dass er sie noch nicht perfekt beherrscht und das auch noch ein Prozess der Übung ist, aber ich habe das Gefühl,dass er das Grundprinzip der Piaffe verstanden hat und er gibt sich dabei auch immer unheimliche Mühe und das zeigt mir einfach, was für ein tolles Pferd ich da eigentlich habe.

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