Hallo meine Lieben,

Ich weiß garnicht, wie ich diesen Text anfangen soll. Ist es die Verabschiedung aus dem Sport von einem Pferd, dass nicht mal im Viereck war oder ist es einfach nur ein geplatzter Traum? Die letzen Wochen sah es so gut aus um meinen kleinen Schatz und dann kam ein riesengroßer Rückschlag. Er lief so schön wie noch nie, leider nicht lange. Außengalopp und die ersten Versuche von Fliegenden waren zu sehen. Vorletzten Sonntag ging der kleine wieder Lahm. Die Spritze, die er bekam hat nachgelassen und er verfällt wieder in das alte Schema – dauernd spritzen lassen will ich ihn eben auch nicht. Also haben wir uns dafür entschieden Catino in „Frührente“ zu schicken.

Er ist einfach ein Geschenk Gottes, mein Seelenverwandter und mein bester Freund und hat nichts anderes verdient, als nun ein entspanntes Leben zu genießen. Er wird bei mir bleiben, ich werde ihn locker reiten, nur wird er eben nicht mehr der sein, der er war. Es tut mir so unendlich weh, da er seit langem wirklich toll lief – aber, ich muss auch nach vorne schauen. Ich will ihn so lange bei mir haben, wie nur möglich, deshalb wage ich diesen Schritt.

Es wird auch wieder Tage geben, an denen er super mitmacht und auch mehr Last aufnehmen kann aber auch eben Tage, an denen er das eben nicht kann. Die letzten Tage hatten wir echt viel Spaß, wir waren viel Ausreiten und sind locker vorwärts/abwärts getrabt und vor allem viel galoppiert. Die Galopparbeit ist für ihn nämlich viel einfacher als die Trabarbeit und macht mir persönlich auch mittlerweile mehr Spaß, weil es viel “bequemer” ist.Ich glaube ihm gefällt sein Leben als Frührentner. Er muss nicht mehr arbeiten wie ein Sportler, er ist jetzt eben mein kleines Freizeitpony.

Wieso teilzeit Frührente? Naja, er kann ja noch geritten werden und hat daran freude – nur wird er nicht mehr “gearbeitet” sondern mit Spaß locker geritten. Klar gibt es mal gute und schlechte Tage, aber aufgeben werde ich ihn niemals– dafür haben wir schon viel zu viel zusammen erlebt. Es gibt Schlimmeres den Traum vom Turnier aufgeben zu müssen, Reitverbot oder Clausi mit 12 auf die Wiese zu schicken zum Beispiel. Für euch ändert sich auf diesem Blog gar nichts, für uns beide wird es eben nun entspannter. Wir haben die letzten Monate so viel gelernt und ich werde auch weiterhin Sitzlonge und Unterricht auf meinem Catino nehmen – eben so, wie er das “Training” braucht. Manchmal muss man ebene Kompromisse eingehen – für meinen Catino gehe ich jeden ein.


Ein großer Traum zerbricht, ein Traum, den wir endlich hätten leben können, aber Turnier ist nicht alles. Viel wichtiger ist es für mich mein Pferd glücklich und vor allem gesund zu sehen. Er schenkt mir jeden Tag ein lächeln und macht mich jeden Tag stolz, stolz dieses wundervolle Pferd meins nennen zu dürfen! 

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