„Wir haben fast vergessen,was für eine seltsame Sache das ist,das ein Tier, so groß,so kraftvoll und so intelligent wie das Pferd,einem anderen, weit schwächeren Wesen erlaubt,auf seinem Rücken zu reiten.“

Was ist eigentlich richtiges reiten? Was ist falsches reiten? Mittlerweile gibt es viele Meinungen  zu diesem Thema – ist es nun richtig das Pferd so zu arbeiten das es Spaß hat? Sind die Erfolge wichtiger als eine gute Beziehung?

All diese Fragen, beschäftigen mich heute in diesem Post. Ich erzähle heute über meine Meinung und will damit niemanden beeinflussen – jedoch zum Nachdenken anregen.

Aachen 2015: ein Stichwort, was viele an die schrecklichen Rollkurbilder eines holländischen Reiters erinnert, ein Pferd, dass nicht mal zur Grußaufstellung stehen bleibt und „vor lauter Aufregung“ sich in die Zunge beißt – abklingeln der Richter. Totilas, der 10 Millionen Euro schwere Wunderhengst, kaputt, raus aus dem Sport – aber für die Zucht noch eingesetzt. All das kombiniert mit hochklassigen Ritten und freundschaftlichen Verhältnissen – ja, der Reitsport hat zwei Seiten.

Was ist denn nun richtiges Reiten? Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man eine Freundschaft zwischen Pferd und Reiter aufbaut. Wenn Vertrauen vorhanden ist, ist das doch viel besser als rumgezerre, unharmonisches Gestrampel und Rollkur. Ist es denn richtig, nur streng nach den Richtlinien der FN zu reiten? 10 Minuten LDR (low, deep, round) sind ja schließlich erlaubt! Ich finde es eine Zumutung für alle Pferde, die so geritten werden. Meiner Meinung nach sollte jeder für sich einen Weg finden, mit dem Pferd zu arbeiten. Ob man nun Dressur, Springen, Western, Barock, das Reiten mit Halsring etc. bevorzugt ist eine persönliche Entscheidung. Man sollte aus allem etwas kombinieren und vor allem darauf achten, sich selbst treu zu sein. Egal ob man ein starker oder schwacher Reiter ist – solange man fair gegenüber dem Pferd ist, ist man ein richtiger Reiter. Für mich ist richtiges Reiten ein abwechslungsreiches Programm an dem Pferd und Reiter Spaß haben, eine starke Vertrauensbasis und eine Partnerschaft zwischen Pferd und Mensch – in guten, sowie in schlechten Zeiten.

1231 total views 2 views today

Schreibe einen Kommentar