Der nachfolgende Text kann leicht verstörende und überspitze Dinge beinhalten. Bitte Humor einstellen und nicht alles ernst nehmen! LESEN AUF EIGENE GEFAHR! 😛

Samstag Morgen, der Wecker klingelt um 8:00 Uhr. Es ist Zeit aufzustehen, die Arbeit ruft. Schnell noch gefrühstückt, der Kaffee ist ein Muss, denn der Kater von letzer Nacht muss ja irgendwie weg gehen. Wieso der Kater? Reiter sind die absoluten Partykanonen und feiern, bis die Wolken wieder lila werden. Man sagt ja nicht umsonst “Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd – bei Reitern ist das umgekehrt”. Ob es die Spring-, Freizeit, Western- oder Dressurreiter sind? Darüber lässt es sich streiten. 9:00 Uhr ist es inzwischen und man macht sich fertig für den Stall. Schon um 9? Ja genau, um 9! Wieso? Naja, eine Dressurtussi geht ja nicht ungestyled und unpassend zu dem Set, welches das Pferd trägt in den Stall. Außerdem muss man ja immer irgendwie auffallen und dementsprechend muss man sich auch im Stall kleiden. Strass, Glitzer und Lack sind keine Fremdwörter für eine Dressurtussi. Ein weiterer Grund wieso man schon so früh kommt ist die leere Halle. Wenn andere da im Weg rumreiten, trainiert es sich gleich schlechter, denn man braucht die Ruhe und den Platz um sich konzentrieren zu können. 10:00 Uhr: angekommen am Stall. Das Pferd ist natürlich schon gestriegelt und gebürstet – man könnte sich ja dreckig machen, deswegen auch ein “Buttler” der einem das Pferd putzt,mistet und auch füttert. Die Gefahr, die eigenen Designer Reitkleider und Maßstiefel dreckig zu machen ist bei solchen Arbeiten viel zu hoch. Lediglich das Satteln und Aufzäumen des Pferdes wird selbst erledigt (reicht ja auch, man muss sich ja die Finger nicht dreckig machen). Noch ein kleiner Blick in den Spiegel um das eigene Outfit zu checken; ein Blick ob die Kombination aus eigenem Outfit und dem Set des Pferdes zusammen passt und los in die Reithalle. Wie schön, in einer leeren Halle reiten zu können. Neben der Lösungsphase werden natürlich auch die alltäglichen Lektionen abgerufen: Piaffe, Passage, Serienwechsel, Traversalen – alles was der Kracher so kann, den Papa auf der Eliteauktion für Prinzessin gekauft hat. Natürlich nur beste Vererbung und die Besten Bereiter drauf gehabt, damit man das schön einfach hat. Das Pferd natürlich bei allen Richtern bekannt. 11:15 fertig mit reiten – Pferd wieder in die Hand des Buttlers gedrückt und schön dirigiert, was dieser jetzt zu machen hat. Das war es wohl mit dem anstrengenden Stalltag und wieder ab nach Hause, man muss ja schließlich auch die neusten Reittrends bewundern und immer mit dem Trend mitgehen 😉

 

“Beim Abreiten gefürchtet, von Richtern verehrt,
im Lästern die Beste,ihr Styling begehrt,
Unendlich gebildet und doch sehr bekannt,
die Dressurtussi ist sofort erkannt!”

 

 

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