Hallo ihr Lieben,

es ist meiner Meinung nach mal wieder Zeit für ein etwas ausführlicheres Trainingsupdate. Clausi und ich haben aktuell einen guten Weg gefunden zu arbeiten und ich muss sagen, wir „fahren“ damit besser denn je.

Aufwärmen: Zum Aufwärmen gehen Clausi und ich ca. 10 Minuten Schritt. Mal mehr, mal weniger. Catino ist generell kein Pferd, dass gerne und viel Schritt läuft. Die ersten Minuten lasse ich ihn dann auch am hingegebenen Zügel laufen. Dann nehme ich langsam auf, mache aber nichts was in Richtung Seitengänge geht, sondern reite eher 8-er und viele Biegungen. Keine Seitengänge zum Lösen? Ja. Catino hasst es und ist danach immer das Gegenteil von dem, was er eigentlich seien sollte. Er macht zu, verspannt sich und wird unzufrieden. Plan A geht halt nicht immer auf.

Dann trabe ich an. Dazu muss ich sagen: Zügel lang und ihn so laufen lassen wie er will. Ich achte drauf, dass er den Takt hält, aber alles andere ist mir in dem Moment eigentlich aktuell egal. Er soll sich erst mal so bewegen wie er mag. Auch meine Zügel lasse ich in dem Moment meistens komplett durchhängen. Es gibt natürlich auch Tage, da „muss“ ich nachfassen, weil er dann einfach nur rennt und blöd wird. Ich mache in dieser Phase eher viele große Bahnfiguren und Wechsel viel die Hand. Auch Loben und abstreichen ist in der Phase der Fall. Manchmal kommt es auch dazu, dass ich komplett den Zügel wegschmeiße und ein paar „Sitzübungen“ für mich mache.

Dann wird recht schnell schon angaloppiert – auch in seinem Tempo. Auch am recht langen Zügel und auch nur ganze Bahn oder auf dem Zirkel. Im Galopp dehnt er am Besten seinen Rücken auf, oftmals gehe ich auch hier in den leichten Sitz, damit er es einfacher im Rücken hat. In diesen 2 Phasen geht es mir also wirklich nur um das Warmlaufen, nicht um irgendwelchen Ausdruck.

Nach ein paar Runden, nehme ich dann auch schon auf und versuche ihm im Galopp ein bisschen „schnell“ im Hinterbein zu machen. Vorwärts und schön am äußeren Zügel geht es dann meistens ein paar Runden. Dabei versuche ich ihn ein bisschen mehr an meinen Sitz zu bekommen.

Danach beginnt die eigentliche „Lösearbeit“ im Leichttraben. Ich nehme auf und versuche mir den Schwung schön zu erarbeiten. Schlangenlinien und Übergange zum Galopp und wieder zurück in den Trab sind hierbei für uns zum echten Retter gefunden. Catino fängt dann nämlich sehr gut an, ans Gebiss dranzutreten und den Rücken aufzumachen.

So, das war jetzt ziemlich genau unsere aktuelle Lösungsphase. Es ist nicht zum ersten Mal, dass sich diese Phasen bei uns ändern. Aktuell sind wir beide damit sehr gut unterwegs und die anschließende Arbeit fällt uns einfacher.

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