Hallo erstmal,

ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Denise, ich bin 26 Jahre alt und das Reitfieber überkam mich vor ca. 20 Jahren. Natürlich habe ich erstmal klein angefangen, Longenunterricht, zusätzlich Voltigieren und dann hatte ich das Springreiten für mich entdeckt.

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und auf YouTube heißt mein Kanal ZylinderZicken : https://www.youtube.com/channel/UCUW6G2X_MCNpCCaZEWQuWbQ

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Ja Springreiten, wer mich vielleicht schon kennt von meinem YouTubeKanal Zylinder Zicken denkt sich bestimmt, die alte „Dressurtussi“ und springen???Ja ihr Lieben ich habe es geliebt, es gab nichts besseres für mich als über die Hindernisse zu „fliegen“.
Doch leider wird man ja auch älter, denkt zu viel nach „was könnte passieren wenn…“, zu alle dem hatte ich auch schon häufiger Pannen beim Springen gehabt, die im Unterbewusstsein hängen geblieben sind, die Angst und Unsicherheit auslösten und leider bei mir auch überwiegten.Daher dachte ich mir „Ok“, ich sollte es sein lassen und es mit der Dressur versuchen, was auch nicht immer das Gelbe vom Ei war. Vielleicht fehlte mir einfach die Motivation die Dressur zu verstehen, vielleicht auch das Verständnis für die englische Reitweise oder das richtige Pferd, was mich motiviert, um mit ihm zu lernen und zusammen zu wachen, aber ich war auch noch jung und hatte viele andere Dinge im Kopf.

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Dann kam Durango, ein jetzt 6-Jähriger PRE (Pura Raza Espanola) Hengst. Eine spanische Pferderasse, die mich einfach überzeugt hat durch ihre Intelligenz, ihr überdurchschnittliches Erinnerungsvermögen, sowie ihre Lernbereitschaft, natürlich auch zu erwähnen, ihre Zuverlässigkeit, große psychische Ausgeglichenheit und Menschenbezogene Art. Sie überzeugen nicht nur durch ihr Interieur, sondern auch durch ihr Exterieur. Ihr harmonisches Erscheinungsbild mit kadenzierten und geschmeidigen Gängen von beachtlicher Erhabenheit, wie auch ihre außerordentliche Schönheit, ziehen einen einfach in den Bann. Aber jetzt genug geschwärmt.Seit ca. 2 Jahren sind Durango und ich ein Team. Er kam zu uns und konnte kaum geradeaus gehen, null Gleichgewicht, Schritt und Trab konnte man gerade mal so von ihm verlangen. Biegung? Volten? Vielleicht einen großen Zirkel??? Keine Chance, aber ganz normal für ein 4- jähriges Pferd was quasi nur den Sattel und den Reiter kennt.Natürlich hatte ich nicht so viel Erfahrung mit so jungen Pferden und wie fängt man am besten an? Wo will ich ausbildungstechnisch mit meinem Pferd hin? Wie erziehe ich mein Pferd so dass es mich akzeptiert und respektiert?Was ist der richtige Ausbildungsweg für mich und mein junges Pferd? Das sind Fragen von vielen die mich beschäftigten.Ich hatte oder habe immer noch das Glück das ich einen sehr guten und erfahrenen Reitlehrer/ Berittmeister an meiner Seite habe, der mich Schritt für Schritt an diese Herausforderung herangeführt hat. Ich empfehle es jedem, eine erfahrene Person mit einzubeziehen.

 Was ich zu dem Thema junge Pferde dazugelernt habe:

  • klare Linien im Thema Erziehung: das Pferd muss dich als Herdenführer akzeptieren
  • Bodenarbeit: stärkt die Verständigung zwischen Menschen und Pferd, fördert das Vertrauen, wirkt gymnastizierend
  • Longieren: mit longieren kann man viel erarbeiten und Defizite korrigieren, wie z.B. die konstante Anlehnung
  • an die Ausbildungsskala halten:Takt, Losgelassenheit, …usw mit den ersten beiden Punkten ist man erstmal beschäftigt
  • Pausen/Koppel: damit meine ich Abwechslung in der Ausbildung reinbringen, seinem Pferd auch 1-2 Mal in der Woche Auszeit zu gönnen, wie z.B. Koppel, um das gelernte mal sacken zu lassen
  • Ausritte ins Grüne: fördern die Trittsicherheit und Balance, ist natürlich auch eine super Abwechslung zu dem normalen Trainingsalltag
  • Weiterbilden: durch Fachberichte, Bücher, Erfahrungsberichte, und Lehrfilme (Ideen klauen)

 

 

Es gibt viele Wege ein junges Pferd auszubilden, man muss den besten Weg ganz individuell für sich und sein Pferd finden, denn jeder lernt anders. Dabei spielt es keine Rolle ob Warmblüter oder Barockpferd, wir wollen doch in jeder Reitweise unsere Pferde mit feinen Hilfen gymnastizieren.Diese Punkte haben mir wirklich weitergeholfen und uns dort hingebracht wo wir heute sind. Natürlich ist das erst der Anfang. Durango und ich müssen noch viel lernen, aber wir können heute mit Stolz sagen, dass wir erfolgreich L-Dressur laufen und jetzt auf dem weg zur M-Dressur sind.

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Wir hatten es in diesen Jahren auch nicht immer einfach auf Turnieren.
Barockpferde werden leider nicht so gerne auf FN-Turnieren gesehen, da das Gangwerk oder der Bewegungsablauf der Spanier etwas anders ist, wie z.B. hohe Knieaktion, zu kurzen Rücken der oft nicht genügend mitschwingt, kein raumgreifender Trab usw., was man aber erarbeiten und verbessern kann.
Sie haben einfach den Ruf weg oder besser gesagt werden sie in eine Schublade gesteckt, dass sie nur gut für Show- und Freizeit sind.Natürlich kommt es auch auf den Richter an, viele sehen diese Rasse nicht gerne in ihrem Richtgebiet. Traurig aber wahr.Trotzallem haben Durango und ich uns durchgeboxt und werden das auch weiterhin tun. Ich appelliere an jeden, ob Friesen, Lusitano, Lipizzaner usw… Besitzer, lasst euch nicht unterkriegen und zeigt was ihr könnt, ob auf Barockturnieren oder FN-Turnieren, ihr habt nichts zu verlieren.

Eure Denise (Zylinder Zicke)

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