Was perfekt ist, kann nicht besser werden. Perfektion ist das Ende.

Die Suche nach der Perfektion. Eine “Krankheit” wie ich es gerne nenne. Leider eine Krankheit, die alle Bereiche unseres Lebens beeinflussen. Sei es im Reitsport, im Arbeitsalltag oder in der Liebe. Der Mensch ist ein Nehmer. Wir wollen immer mehr, geben immer mehr und sind der Meinung wir finden immer etwas besseres. Wir geben uns mit den wichtigen und den normalen Dingen nicht mehr zufrieden.

Wie oft erleben wir das: wenn was nicht funktioniert, wird durch etwas besseres ersetzt. Man will ja schließlich perfekt sein. Man sucht nach Perfektion, dabei verliert man diese meist, indem man sich für etwas vermeintlich besseres entscheidet.

Tausche nie etwas Gutes gegen etwas besseres. Am Ende wirst du beides verlieren und merken, dass das Gute das bessere war.

Es ist meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Problem. Sobald etwas gar zu perfekt erscheint, sucht man nach etwas, was noch besser ist. Der Mensch kann nicht genug haben. Genau dieses Phänomen ist auch im Reitsport oft zu betrachten: funktioniert das Pferd nicht mehr, so tauscht man es gegen ein besseres aus. Das mag für eine Zeit lang gut funktionieren und mit genug Mitteln kann man das auch sicherlich machen, aber was macht man damit? Man versucht die Probleme damit zu unterdrücken. Man wächst durch sowas nicht, sondern macht sich mit solchen Aktionen schwach. Irgendwann schlägt das dann zurück und die meisten verzweifeln dann. Nicht alles im Leben muss perfekt sein. Weder ein Mensch, noch ein Tier. Ein bisschen Perfektionismus und das Streben gut zu sein schadet nie, aber zu viel ist eben auch nicht gut. Man steht sich mit sowas meistens selbst oft im Weg.

Jeder Mensch ist auf seine Art perfekt imperfekt. Habt Mut ihr selbst zu sein und lasst euch nicht durch äußere Einflüsse, Trends und der Meinung anderer verändern. Liebt euch selbst und jemand anderes wird das genauso tun.

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